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Bei Rückenschmerzen steht konservative Therapie im Vordergrund

Rückenschmerzen haben sich in den vergangenen Jahren zu einem regelrechten Volksleiden entwickelt. Etwa jeder sechste Mann und jede vierte Frau sind betroffen. Ursächlich sind meist die einseitige körperliche Belastung, Bewegungsmangel und Übergewicht.

Aber auch sportlich aktive Menschen können plötzlich, etwa durch einen Bandscheibenvorfall, starke, stechende oder Iähmende Rückenschmerzen bekommen. In den niedergelassenen Praxen sind Rückenschmerzen (IC-Code M54) nach wie vor die wichtigste Einzeldiagnose für Arbeitsunfähigkeit. Nach dem DAK-Gesundheitsreport 2018 entfallen 22 Prozent der Diagnosen auf „Krankheiten des Muskelskelett-Systems und des Bindegewebes“. davon sind die Hälfte „Rückenleiden (Dorsopathien)“. Davon haben wiederum die Hälfte der Betroffenen Rückenschmerzen und ein Drittel Bandscheibenschäden.

Oft keine eindeutige Ursache

Rückenschmerzen werden nach Lokalisation, Dauer und Auslöser unterschieden. Bei 85 Prozent aller Rückenschmerzpatienten lasst sich primär keine eindeutige Ursache finden. Allerdings steigt mit dem Alter der Patienten der Anteil der spezifischen Diagnosen. 60 Prozent der Rückenschmerzpatienten bekommen Physiotherapie, mehr als 40 Prozent zusätzlich ein Schmerzmittel verordnet, ein Drittel wird krankgeschrieben und etwa 30 Prozent erhalten Spritzen gegen die Schmerzen. Dabei sollte beachtet werden, dass etwa die Hälfte der Patienten, die Schmerzmittel einnehmen, sich diese ohne Rezept in der Apotheke gekauft haben.

Hinsichtlich der Schmerzlokalisation ist zu 50 Prozent die Lendenwirbelsäule betroffen. Häufige Ursache sind Muskelverspannungen, aber auch Bandscheibenvorfälle. Zu 15 Prozent schmerzt die Halswirbelsäule und zu knapp sechs Prozent die Brustwirbelsaule. ln 30 Prozent sind mehrere Regionen der Wirbelsäule betroffen.

Physiotherapie: Wichtige Säule des Therapie

Die Therapie von Rückenschmerzen zielt auf Schmerzbekämpfung und die Lockerung verspannter Muskulatur, anschließend auf Muskelkräftigung. Dabei spielt die Physiotherapie eine tragende Rolle, betonten Experten des Steinbach-Talks, einer Expertenrunde auf dem Süddeutschen Orthopädenkongress 2019. Neben Wärmeanwendungen, physikalischer Therapie und Entspannungsübungen empfehlen die Experten beispielsweise bei akuten Nackenschmerzen eine Triggerpunktbehandlung, manualtherapeutische Maßnahmen sowie ggf. Akupunktur oder eine Neuraltherapie. NSAR wie z.B. Ibuprofen sollten nür für kurze Zeit verabreicht werden.

Operation als letzte Option 

Auch im Sport sind Rückenschmerzen keine Seltenheit. Die Gesamtprävalenz liegt bei etwa 23 Prozent, so Schneider. Grundlage der Behandlung sind auch in der Sportmedizin in der Regel Physiotherapie sowie Übungen zur Stabilisierung der Rumpfmuskulatur. Eine Operation sollte immer die letzte Option sein, betonte das Expertengremium in diesem Zusammenhang.

„Dies deckt sich zu 100% Prozent mit unseren Erfahrungen aus der Praxis“, so Orthopäde und Sportmediziner Dr. Sven Authorsen, Arzt in der Villa Nonnenbusch. „Viel zu häufig und zu früh wird bei Patienten die Indikation zu einer Operation an der Wirbelsäule gestellt, bei denen wir uns sicher sind, dass man mit einer intensiven Therapie aus speziellen Injektionen, Bestrahlungen, eigenen Übungen und Muskelkräftigung eine Operation hätte vermeiden können. Leider wird eine solche Therapie -auch aus Kostengründen- in vielen Untersuchungszentren gar nicht erwägt.“

Dr. med. Sven Authorsen

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