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Für Sie gelesen: Neues zur Kältetherapie

Kälte-(Kryo)therapie ist aus dem Sport nicht mehr wegzudenken. Besonders, um den Regenerationsprozess anzukurbeln sind Kälteanwendungen weit verbreitet. Im Zustand der Erschöpfung oder der Verletzung gibt es Regelstörungen auf Zellebene. Wichtig ist das Interstitium, das 30% des Körpervolumens ausmacht, dort findet die Versorgung mit Nährstoffen, die Entsorgung der Stoffwechselendprodukte, die hormonelle Steuerung, die vegetative Regulation und die immunologische Abwehr statt. Metastudien zeigten geringere Müdigkeit und weniger Muskelschmerzen nach Kälteanwendungen im Eiswasserbad oder der Kühlkammer nach Belastung. Allerdings zeigten sich analoge Effekte auch bei Warm-Kaltwasserbehandlungen.

Wann Kälte gut tut

Studien im Leistungssport zeigten einen deutlich positiven Effekt auf die Schnellkraft, aber keinerlei Effekt auf Kraft, Ausdauer und Sprungkraft. Als Nebenwirkung war bei diesen Anwendungen eine verminderte maximale Trainingsleistung festzustellen.

(Quelle: Dt.Ärzteblatt, Jg,110, Heft 45, 8.11.1) Lesen Sie den Original-Artikel hier.

Kommentar von Dr. med. C.H. Ullrich, Orthopäde im med. Zentrum Villa Nonnenbusch

Im Medizinischen Zentrum Villa Nonnenbusch empfehlen wir auch für Leistungssportler bei Wettkämpfen periodische Kälteanwendung, z.B. Ganzkörperanwendung im Stehen im Kälteimmersionsbad für 10-15 Minuten bei minus 10-15 Grad kurz nach der Belastung.

Für Breitensportler wird nach intensiver Belastung ein kaltes Bad in der Wanne von ca. 10 Minuten empfohlen, alternativ möglich sind auch 3x4 Minuten mit je 1 Minute Pause.

Zu diesen passiven Regenerationsformen gehört aber in jedem Fall eine aktive Regeneration wie Laufen, Radfahren, Stretching, Aquagymnastik oder eigene Körperübungen.

Bei frischen Verletzungen empfehlen wir dringend, die Unsitte abzuschaffen, bei einer Prellung oder Verstauchung sofort einen Heparin-Salbenverband anzulegen. Damit wird eine durch die Verletzung verursachte innere Blutung noch verstärkt! Bei der Primärversorgung gilt immer noch das PECH-Schema: Pause, Eis, C(K)ompression, Hochlagern! Hier bewährt sich zunehmend die intensive gerätegestützte Kältetherapie (Kryotherapie).

Am nächsten Tag können Salbenverbände angelegt werden in Kombination mit Kältetherapie oder Warm-Kaltwasseranwendungen. Hierdurch werden Durchblutung und Stoffwechsel angeregt.

Wir streben im Medizinischen Zentrum Villa Nonnenbusch an, nach Verletzungen eine weitere Schädigung von Gewebe zu stoppen und den Heilungsvorgang durch eine Kombination verschiedener Maßnahmen zu beschleunigen. Hier haben sich insbesondere Punktionen (ggf. unter Ultraschallkontrolle), Injektionen von Lidocain oder ACP, Lasertherapie, Phonophorese und Iontophorese, Anlage von abschwellenden oder stützenden Verbänden oder Anwendung von abschwellenden, auch pflanzlichen, Medikamenten. Unverzichtbar sind auch einfache, aber schnellstmöglich nach dem Trauma anzuwendende Übungen (z.B. Anspannungsübungen und Halteübungen für die Muskulatur), um eine schnelle Trainings- und Wettkampffähigkeit des Sportlers zu erreichen.

Dr. med. Carl Heinz Ullrich
Dr. med. Sven Authorsen


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