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Injektionen bei Rückenschmerz

Die Spinalnervanalgesie

meint die gezielte Behandlung von Schmerzen direkt am Ort der Störung durch Einbringung von Lokalanästhetika, also örtlichen Betäubungsmitteln, ähnlich, wie Sie sie beim Zahnarzt kennen.

In einigen Fällen wird diesem Lokalbetäubungsmittel eine geringe Dosis Cortison beigefügt, dies wird jedoch im Einzelfall mit Ihnen besprochen. Auch setzen wir in bestimmten Fällen Homöopathika oder neurotrope Medikamente ein.

Es erfolgen z.B. bei akuten Schmerzen durch eine nachgewiesene Bedrängung und Reizung der Nervenwurzel, wie sie z.B. bei einem Bandscheibenvorfall entsteht, mehrere Injektionen pro Woche peripher (auch unter die Haut) oder wirbelsäulennah in Bereiche der Nervenwurzeln, der Zwischenwirbelgelenke (Facettengelenke) oder in die Nähe des Rückenmarks. Aber natürlich nicht in das Rückenmark selbst!

Die Spinalnervanalgesie wirkt auf das Schmerzerleben des Patienten, aber auch durch Unterbrechung eines krankhaft gestörten Schmerzregelkreises, des "Teufelskreislaufs" des Schmerzes. Hierdurch kann wirksam einer Chronifizierung des Schmerzes entgegengewirkt werden.

Die zeitlichen Abstände der Injektionen (auch „Heilbetäubung“ genannt) sind individuell je nach Krankheitsbild variierend. Gegebenenfalls ist eine Wiederholung erforderlich.

In anderen Fällen findet am Anfang der Behandlung bei starken Schmerzen eine Begleitbehandlung mit Infusionen statt, die Analgetika (Schmerzmittel), Antiphlogistika (abschwellende Mittel) und sogenannte neurotrope Vitamine (Vit B Präparate) enthalten.

 

Wer sollte solche Injektionen durchführen ?


Injektionen dieser Art sollten nur Ärzte durchführen, die aufgrund ihrer Ausbildung und damit auch früheren operativen Tätigkeit entsprechende anatomische Kenntnisse besitzen. Nach unserer Auffassung ist dies also eine Therapie, die vorwiegend von Orthopäden oder Neurochirurgen durchgeführt werden sollte.

Die Durchführung solcher Injektionen unter Röntgen- oder CT-Kontrolle wird zwar auch von Radiologen (sog. PRT) angeboten, die Belastung mit Röntgenstrahlen ist bei diesem Vorgehen aber aus unserer Sicht unvertretbar hoch. Falls eine Bildgebung erfordrlich ist, z.B. bei Facetteninfiltrationen an der Wirbelsäule, ist die Injektion unter Ultraschallkontrolle zu bevorzugen. Beide Ärzte der Villa Nonnenbusch sind hierzu entsprechend fortgebildet.

Die oben beschriebenen Injektionen in unserer Praxis erfolgen in Indikation und Durchführung nach den Regeln und Standards der IGOST (Int. Gesellschaft für Orthopädische Schmerztherapie) bzw. nach dem Ehrensenator der IGOST, Prof. Jürgen Krämer.

Welche Verfahren gibt es noch ?

Es sei an dieser Stelle erwähnt, dass alternativ zu dem oben geschilderten Verfahren der wirbelsäulennahen Injektionen viele weitere, teilweise umstrittene, Verfahren (wie z.B. Kathetertechnik nach Racz, IDET usw.) in Deutschland angeboten werden.

Bitte beachten Sie:

Die Injektion von Cortison an die Wirbelsäule wird seit Jahrzehnten bundesweit praktiziert und ist die erfolgreichste Methode, um bei Schmerzen z.B. durch Bandscheibenvorfälle schnelle Linderung zu bringen. Aktuell wurde die Verwendung von Cortison trotz jahrelanger Anwendung jedoch als sog. Off-Label-Use (d.h., dass Cortison keine aktuelle Zulassung zur Verwendung an der Wirbelsäule besitzt) eingestuft - und ist somit ab sofort (Stand August 2013) keine Leistung der gesetzlichen Krankenkasse mehr. Bitte sprechen Sie uns an, wenn Sie trotzdem eine solche Injektion wünschen, sicher finden wir gemeinsam eine Lösung!

Dr. med. Carl Heinz Ullrich
Dr. med. Sven Authorsen


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42579 Heiligenhaus

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Orthopädische Privatpraxis Mettmann

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